Lesen Sie das folgende Interview.




2. Schlagen Sie die unbekannten Vokabeln im Wörterbuch nach.

Möchten Sie im Ausland leben?

Jetzt, wo wir es bei uns in Rußland richtig schwer haben, sind die Augen vieler auf das Ausland gerichtet. Ein großer Teil von unseren Landsleuten ist schon ausgereist, manche sind dabei, ihre Sachen zu packen, und manche sitzen auf gepackten Koffern. Wollen auch Leute aus meiner Umgebung wie Zugvögel in ferne Länder ziehen?

Diese Frage hat mich sehr beschäftigt, und ich wandte mich an mehrere Bekannten, um mir darüber klar zu werden.

„Möchten Sie im Ausland leben?" wollte ich wissen. „Zum Beispiel in Deutschland."

„Ja", war die Antwort eines von ihnen. „Ich habe viel über Deutsch­land gelesen und gehört. Ich war dort leider nicht, aber ich mag es sehr. Deutschland ist mein Traumland, ich möchte dort leben."

„Da sage ich natürlich nicht nein", gestand ein zweiter Bekannter.. „Ich habe Deutschland besucht, es war wie im Märchen! Deutschland hat einen sehr hohen Lebensstandard. Die Deutschen waren gut zu mir, sie sind hilfsbereit und entgegenkommend. Ich bin von diesem schönen Land beeindruckt."

„Nein, leben könnte ich dort nicht", erwiderte ein dritter. „Das wäre zu viel. Wir sind doch verschieden. Das Land ist wirklich schön, aber ich bin in einer anderen Welt aufgewachsen. Ich kann die Deutschen manchmal nicht verstehen, und sie können mich auch nicht immer verstehen."

„Nein, nein. Ich bin hier zu Hause", gestand ein vierter. „Wenn ich von zu Hause lange weg bin, habe ich Heimweh. Da hilft keine Anteil­nahme und kein hoher Lebensstandard."

„Das stimmt", gab ein fünfter zu. „Unsere Mentalität ist anders. Die Deutschen sind im großen und ganzen arbeitsamer, tüchtiger und pünktlicher, aber oft zu pedantisch. Sie sind rationell und sparsam, aber das geht für uns zu weit. Sie verstehen es, ihr Zuhause einzurichten, aber sie scheinen auf ihre Mikrowelt beschränkt zu sein. Wir sind zwar nicht so diszipliniert, dafür aber großzügiger."

„Ach was", setzte ein anderer ein, „ich kann mich leicht anpassen und werde dort schön leben."

„Wieso soll ich so weit umziehen? Wir müssen bei uns daheim die Lage verbessern und nicht nach Westen-öder sonst wohin blicken. Da leben sie gut, aber ich möchte sie nicht kopieren. Man soll nicht das zerstören, was sich im Laufe von Jahrhunderten gebildet hat, die Traditionen und die ganze Lebensweise."

„Ja und nein", war die nächste Antwort. „Ich möchte schon die deutsche Höflichkeit um mich herum haben, die deutsche Stabilität, den hohen Wohlstand und den deutschen Frohsinn. Ich möchte dort eine Zeitlang arbeiten und mich wohl fühlen, kein Gedränge sehen und keine groben Worte hören, gut einkaufen und gutes Bier trinken. Aber dort immer leben, das ginge zu weit. An das Gute wird man sich gewöhnen, und die Wurzeln, die zu Hause geblieben sind, werden den Baum nicht gedeihen lassen."



„Ich glaube nicht. Gar nicht alle Deutschen nehmen die Ausländer freundlich auf, weil sie ihnen neue Probleme gebracht haben. Vor allem sind die Steuern gestiegen. Ich möchte lieber hier unter meinen Mitmenschen bleiben."

„Kaum. Viele Deutsche ziehen es vor, isoliert zu leben. Sie haben dann keine Freunde in unserem Sinne. Meine Bekannten, mit denen ich im Briefwechsel stehe, holen bei mir sogar Rat in vielen Fragen, die sie beschäftigen. Da kommt man nicht wie bei uns zu seinem Nachbarn, um sich auszusprechen. Probleme des anderen gehen die meisten nicht an. Ich halte aber viel von der nahen freundlichen Umgebung."

„Na ja. In Deutschland sind die Menschen im Umgang liebenswürdig und höflich. Es ist angenehm, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Das ist aber meist folmell und zeugt nur von ihrer guten Erziehung."

Und welche Meinung haben Sie?

3. Antworten Sie:

1. Was meinen Sie, ist der Text aktuell?

2. Wie charakterisieren Sie die Meinungen der Menschen, die gefragt wur­den?

3. Warum unterscheiden sich diese Meinungen?

4. Welche positiven Seiten des Lebens in Deutschland werden betont?

5. Warum antworten viele mit „Nein"?

6. Wodurch unterscheidet sich die deutsche Mentalität von der Mentalität der Völker Rußlands?

7. Warum ist die Antwort mancher zweideutig?

4. Äußern Sie sich zum Ausspruch „Andere Länder, andere Sitten".

5. Inszenieren Sie das Interview, ergänzen Sie dabei die Worte des Interviewrs.

6. Tauschen Sie die Meinungen aus, ob Sie im Ausland leben möchten.

1. Lesen Sie das folgende Gespräch mit verteilten Rollen.

2. Merken Sie sieh die neuen Gesprächsformeln.

Je nachdem...

Marina: Julia, du sprichst ja so gern über das Ausland. Kann ich dich darüber einiges fragen?

Julia: Gern.

M.: Möchtest du im Ausland leben?

J.: Na ja... Muß ich jetzt auf der Stelle antworten?

M : Warum nicht? Fällt's denn schwer?

J.. Schon.

M : Ich meine, möchtest du im Ausland dein Zuhause haben?

J.. Schwer zu sagen. Es kommt drauf an.

M : Und wenn ja, würdest du auf längere Zeit dorthin ziehen?

J.. Je nachdem. Das hängt von vielen Dingen ab! Es fragt sich, als was und wie dort leben. Und was machen: studieren, arbeiten, fau­lenzen. .. Allein sein oder nicht.

M: Na, sagen wir allein.

J.: Kommt nicht in Frage.

M; Und wenn du zum Studium auf ein oder zwei Jahre dorthin fährst?

J.: Das geht.

M: Und mehr?

J.: Kaum.

M.: Und dann stellen wir uns vor, du lebst dort nicht allein. Also wenn du einen Lebenspartner dort hast?

J.: Schon möglich. Die Welt sehen und sein Glück nicht verpassen. Aber ich will keine Hausfrau sein, ich möchte arbeiten.

M.: Dein Mann wird dich aber mit allem versorgen. Du kannst ruhig ohne Arbeit leben.

J.: Nein, ich will nicht nur eine kleine Welt sehen. Ich will mitten in der großen Welt sein.

M.: Könntest du dort auch jahrelang leben, ohne in die Heimat zurückzukehren?

J.: Nein. Ich glaube nicht.

M.: Ja, auch sprachlich fallt es schwer. Man hat immer Angst, nicht verstanden zu werden.

J.: Wieso?

M.: Na klar, wenn man zum Beispiel im Iran, in der Türkei oder in Ägypten ist.

J.: Wie kommst du darauf? Ich meinte doch Europa, ein deutschspra­chiges Land! Ich will doch mein Deutsch üben!

3. Antworten Sie:

1. Welche Schwerpunkte des Lebens im Ausland werden von Julia betont? Sind Sie mit diesen einverstanden?

2. Warum will Julia im Ausland ohne Arbeit nicht leben?

3. Will Julia auf ihr persönliches Glück verzichten?

4. Glaubt sie, im Auslande lange zu leben, ohne ihre Heimat zu besuchen?

5. Warum wählt Julia Europa für ihren längeren Aufenthalt?

4. Welche Meinung haben Sie von Julias Antworten?



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